Mailand

Mailand, (Milano) ist die zweitgrößte Stadt Italiens, Hauptstadt der Provinz Mailand und der Region Lombardei in Norditalien. Innerhalb der amtlichen Stadtgrenzen hat Mailand rund 1,3 Millionen Einwohner, in der Provinz sind es ca. 4,8 und in der Metropolregion Grande Milano ca. 7,5 Millionen (Stand jeweils 2006). Mailand ist das Zentrum Italiens, was Wirtschaft, Mode, Design und Massenmedien betrifft, und gilt als „moralische Hauptstadt“. Bekannt ist die Stadt u. a. für ihren gotischen Dom, ihr Opernhaus Mailänder Scala, verschiedene Kunstschätze, ihre Fußballvereine AC Mailand und Inter Mailand sowie für die bedeutendste italienische Messe.

Mailand liegt in der Poebene. Das Stadtgebiet ist von den Flüssen Olona im Westen und Lambro im Osten umgeben. Kanäle verbinden die Stadt mit den oberitalienischen Seen und den lombardischen Flüssen und waren bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts von maßgeblicher Bedeutung für die Mailänder Wirtschaft.

Mailand gehört zur subozeanischen Klimaprovinz Mitteleuropas. Das Klima ist subkontinental. Die Sommer sind warm, die Winter mäßig kalt und nebelreich. Mailand verzeichnet über 60 Frost- und knapp 100 Sommertage. Regen fällt zu allen Jahreszeiten, vor allem aber im Frühjahr und Herbst.

Der Mailänder Dom ist ein Meisterwerk der italienischen Gotik. Die goldene Madonnenstatue auf der Turmspitze ist Thema der inoffiziellen Mailänder Hymne O mia bela Madunina. In Mailand entwarf Leonardo die Schleusen für den Ausbau des Kanalsystems und schuf unzählige Skizzen und Notizen.

Mailand ist die Industriemetropole Italiens schlechthin und zählt zu den bedeutendsten Industriestandorten Europas. Von den 200 größten Unternehmen des Landes hat rund die Hälfte ihren Sitz in Mailand.
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